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Was man als Laie über Depressionen wissen sollte

Die Zahlen werden immer drastischer. Depressionen sind mittlerweile die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit (DAK). In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen an Depressionen – das entspricht rund fünf Prozent der Bevölkerung. Davon werden aber nur 6 bis 9 Prozent aller Fälle behandelt. Zum einen, weil man zu wenig über die Depression als Krankheit weiß. Zum anderen, weil es immer noch irgendwie als Schande angesehen wird, psychiatrisch krank zu sein. Seit dem Tod von Robert Enke hat die Sprachlosigkeit der Betroffenen eher noch zugenommen. Allerdings ist Depression auch eines der häufigsten Suchworte bei Google geworden.
DIE Depression gibt es gar nicht. Es gibt endogene Depressionen und reaktive Depressionen. Reaktive Depressionen sind, wie der Name schon sagt, die Reaktion auf Umweltereignisse,  Kränkungen, Frustrationen und Selbstwertstörungen.
Das ganz normale Traurigsein, wenn man als Kind seine Kinderüberraschung nicht bekommen hat, oder wenn MEINE Fußballmannschaft verliert, ist eine kerngesunde Reaktion eines kerngesunden Menschen. Da hilft weinen, darüber sprechen, den Schmerz rauslassen und eine Weile traurig sein.
Wenn man seinen Arbeitsplatz verliert, der Lebenspartner sich plötzlich trennt, oder die Firma immer mehr den Bach runtergeht, sind längere depressive Verstimmungen: Traurigsein, Gelähmtsein, Energielosigkeit und Rückzug auch noch normal. Das dauert seine Zeit und man sollte sowohl mit anderen darüber reden, mit sich selber im inneren Dialog sein (Tagebuch, Blog und Co), sich ZEIT lassen, aber auch bewusst positive Ereignisse dagegen setzen. Das wichtigste Medikament ist kostenlos und heißt Akzeptanz.
Begünstigend für die Verschlimmerung einer depressiven Verstimmung in eine depressive Episode (hier beginnen die Krankheitsnummern der ICD) sind:

•    ein gestörtes Selbstwerterleben
•    Erschöpfung durch einen adrenalinorientierten entspannungsfeindlichen Lebensstil
•    soziale Isolation
•    Scham
  
So erklärt sich auch das Massenphänomen von 90% Dunkelziffer.

Bei schweren Erkrankungen (Krebs, MS, Aids u.a.) Tod des Ehepartners, Traumatas, schwerem Verrat von Vertrauenspersonen, sind depressive Episoden quasi als Folgeerkrankung und Nebenwirkung zu betrachten. Auch hier wirken wieder die vier Verschlimmerungsfaktoren. Ab hier ist es nicht nur legitim ärztliche Behandlung und Medikamente in Anspruch zu nehmen, es ist quasi die Pflicht eines jeden Menschen. Ab hier spielt ein Verständnis kommunizierendes Umfeld eine Rolle, egal ob Freund, Seelsorger, Psychotherapeut, Oma oder Ehepartner. Wer hier keinen Arzt oder Psychotherapeuten aufsucht und auf Medikamente „verzichtet“, handelt grob fahrlässig.

Für die endogenen Depressionen kann niemand etwas. Die kommen von innen aus dem Erbgut, dann fehlen im Stoffwechsel Elementarhormone wie Serotonin, Melatonin und Dopamin.  Dazu kommen Schwermut, Rückzug, schwere Schlafstörungen, extreme Energielosigkeit und irgendwann der große Wunsch danach, dass das endlich alles ein Ende hat. Todessehnsucht. Hier haben Ärzte und auch Angehörige die Pflicht, die Betroffenen ins Krankenhaus einweisen zu lassen.     

Die folgende Ironie verdeutlicht wie man „künstlich“ eine leichte depressive Verstimmung erzeugen kann. Die Idee stammt von Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklich sein.

„Übe dich täglich im negativen Denken. Jedes Glas ist nur halbvoll, alle wollen und werden dich betrügen, verraten und veräppeln. Denn sie denken sowieso schlecht über dich. Und reden auch überall schlecht über dich. Und da du ja eh nichts wert bist, alles falsch machst, wirst du mit deinem ewigen Perfektionismus niemals vor dir selber bestehen. Demzufolge wirst du dir selber niemals Anerkennung geben, geschweige denn von anderen Anerkennung annehmen können. Außerdem ist die ja eh nur geheuchelt und dient dazu, dich zu irgendwas zu manipulieren. Wogegen du dich dann eh nicht wehren kannst.
Mit solchen Gedanken muss man ja depressiv werden. Und dann sind Alkohol, Betäubungsfernsehen,  Kompensations(fr)essen und Drogen das Mindeste, was man tun kann um das alles auszuhalten“      

Spätestens hier wird die große Rolle von positivem und negativem Denken deutlich. Das ist beim Nutzen von Mentalen Strategien die allererste Übung, die man zu absolvieren hat.
Erst danach kommt die Fähigkeit positive Gedanken, Vorstellungen, Bilder, Erinnerungen,  Träume Visualisierungen zum Tragen. Denn ansonsten würde ja einer dieser o.g. negativen Quergedanken, alles positive wieder zerstören.   

Burnout ist übrigens sowohl der schleichende Prozess, als auch das Endergebnis einer Lebensweise, die auf dauerhafter Überforderung, der Vermeidung von Entspannung und einem positivem Selbstwerterleben beruht und konsequent in die Erschöpfung führt. Aus der einfachen wird eine dauerhafte Erschöpfung. Die verstärkt sich zu einer totalen Erschöpfung. Dann kommen die depressiven Begleitumstände. Resultierend aus dem zunehmenden Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht, weil man ES nicht mehr steuern kann. Der eiserne Wille des Kontrollfreaks (Ich muss immer alles unter Kontrolle haben) versagt. Der Totalzusammenbruch kommt. Aus, Ende. 70% der Burnouts sind Depressionen. Selbsterzeugte Depressionen wohl bemerkt. Und wenn die Übergewichtigen als Risikopatienten irgendwann monatlich das doppelte für ihre Krankenversicherung zahlen müssen, werden die (fahrlässigen) Burnouterzeuger das dreifache zahlen müssen.         

Wann immer Sie unsicher sind, ob und in welchem Grade Sie depressiv sind, wie schlimm Ihre Depression bereits ausgeprägt ist, wie sehr Sie gefährdet sind in Nebenwirkungen und Sekundärschäden hinein zu schlittern, wird es Zeit dass Sie sich an einen Profi wenden, der sich damit auskennt. Ein Psychotherapeut ist dafür gut, einer der gleichzeitig noch Mentalcoach ist, ist dafür ideal. Bei mir kommen noch 32 Berufsjahre Erfahrung dazu. Ich habe nicht nur ein sehr tiefes Verständnis für jede Art von Depression. Ich erkenne „blind“, wie sehr Sie drin stecken und wie leicht oder schwer Sie da wieder raus kommen. Ich weiß auch was Sie tun müssen um nie wieder rein zu kommen. De facto bestehen über 40% meiner Arbeit aus dem diagnostizieren und therapieren von Depressionen aller Art. Wenn Sie Medikamente brauchen, schicke ich Sie sofort zu einem Nervenarzt, Psychiater oder Neurologen. (Umgekehrt ist das übrigens nicht immer der Fall).      

Warum ich Spezialist für Depressionen bin? Weil mir mein Vater eine zu niedrige Serotoninproduktion vererbt hat. Weil ich deshalb ein besonders fröhlicher Mensch bin. Und weil ich mir, irgendwann versprochen habe, die schwarzen Stunden meines Lebens nie mehr selber zu erzeugen. Das Leben hat Schicksalsschläge in petto. Und manchmal wird da ja ganz schön ausgeteilt.    

Hier noch ein Satz aus Wikipedia: Antidepressiva können die Symptome bei rund 65% der Patienten binnen vier bis sechs Wochen verringern. Geheilt ist man dann aber noch nicht.

Zusammenfassung:
Depressionen in München lässt man am besten in Holzkirchen diagnostizieren und heilen. Hier gibt es genügend Parkplätze. Hier ist alles ruhig und wenig hektisch.
Hier sitzt der Psychotherapeut, Mentalcoach und Depressionsexperte Dr. Ehrhardt.
Jemand der sich da auskennt.



© 2006-2017 Dr. Karl Werner Ehrhardt. Alle Rechte vorbehalten.