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Ja, Burnout ist heilbar!

Dass Burnout-Erkrankungen immer mehr zunehmen, beweisen nicht nur die absoluten Zahlen sondern auch, dass dieses Thema immer häufiger als Titelthema von Stern, Focus, Spiegel und Co. genutzt wird. Der Tenor ist leider nicht positiv. Es wird dramatisiert. Der Tonfall des Erschreckens und der Hilflosigkeit wird auf mehreren Wegen unterschwellig transportiert. Da sind die Storys über die Prominenten, denen man überhaupt nicht helfen konnte (z.B. Deisler und Hannawald). Hmm.

Hört man dann die schamvollen Bemerkungen anderer Prominenter: „Ja, ich hatte auch mal einen Burnout“ (z.B. Hitzfeld, Kahn, Klinsmann, Kerkeling) scheint es wieder nicht so schlimm, aber doch geheimhaltungswürdig zu sein.
Versucht man den seriös 360° recherchierenden Journalisten zu folgen merkt man, dass sie letztlich erst recht nicht zu einer vollständigen Erkenntnis vorstoßen. Na gut sie unterliegen nun mal dem „Fluch“ der leichten Erklärbarkeit, „Damit es auch jeder versteht“.

Liest man die Fachbücher, z.B. von Prof. Burisch, scheitert man am Fachchinesisch und liest man die 30-Minuten-Ratgeber scheint es mit einem Klinikaufenthalt, einem guten Entspannungsverfahren und dem Vermeiden der auslösenden Situationen getan zu sein.

Hört man dann aber wieder die „Gott sei Dank habe ich’s hinter mir“ Andeutungen von Betroffenen, die sich in Talk Shows outen (z.B. Prof. Meckel) wird klar, na ja wenn die Betroffenen es schon nicht beim Namen nennen können, wie man da wieder raus kommt, dann wird’s wohl niemand verstehen können.
Was bleibt übrig: eine nihilistische Schicksalsergebenheit „wenn’s mich erwischt, habe ich eben Pech gehabt und alles ist vorbei“ oder der primitiv magische Wunderglaube auf der Ebene Schutzengel oder Wünsche ans Universum „mich wird es schon nicht treffen“ oder das pragmatische Verdrängen „dafür habe ich jetzt keine Zeit, es reicht wenn ich mich damit auseinandersetze wenn das Unglück eingetroffen ist“.

Was ist die in allem enthaltene Botschaft?
Burnout ist entweder harmlos oder furchtbar und dann eigentlich nicht heilbar.
Das finde ich schlimm. Denn es entmündigt uns. Und es ist so wie es ist. 

Ich habe seit 1993 mit Burnouterkrankten in allen Phasen zu tun. Ich habe mir das Thema Prophylaxe von Gefährdeten, Therapie von Erkrankten und danach erst recht wieder deren  Prophylaxe als Spezialisierung gewählt. So haben sich viele Erfahrungen angesammelt.
Vieles konnte ich in meiner Dreifachqualifikation als Psychotherapeut, Mentalcoach und Trainer selber lösen. Oft war die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt selbstverständlich und wenn es notwendig war, habe ich die Einbeziehung von Hormonspezialisten, Psychiatern, Fachkliniken und Heilpraktikern koordiniert.
Und genau das vermisse ich in den meisten Berichten, die in die Öffentlichkeit gelangen: die Selbstverständlichkeit des interdisziplinären Vorgehens unter einem kompetenten Koordinator.

Da spielen wohl das Kommerzielle und die Ideologie der  Fachspezialisierung eine zu große Rolle. Wenn ich dann noch bei Internetrecherchen sehe, wie viel Allgemeinpraktiker, Heilpraktiker, Coaches oder Psychotherapeuten sich aus (verständlichen) Marketinggründen einfach als Burnout-Spezialisten ausgeben, verstehe ich die Orientierungslosigkeit der betroffenen Gefährdeten und Erkrankten.

Ja, Burnout ist heilbar. Wenn man ihn in all seinen komplexen Ursachen analysiert, ihn vollständig ganzheitlich angeht und die anschließende Prophylaxe als zur Therapie dazu gehörig betrachtet.
Dann kann man sogar in sehr kurzer Zeit (2 bis 3 Monate) einen Burnout der Phasen 10 und 11 heilen (siehe Selbstdiagnoseinstrument).
Ich habe bei Firmen, mit denen ich zusammen arbeite und bei Privaten Krankenkassen einen dementsprechend guten Ruf.         

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